Faltmaß

Ein Werkzeug für Papier

Das passende Format.

Papierformate vergleichen. Vor dem Drucken kurz nachrechnen.

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A4210 × 297 mm
Schematische Darstellung, nicht maßstabsgetreu.
Vier getrennte Prüfungen am Blatt

Halbe Fläche. Gleiche Idee.

Jeder Schritt der A-Reihe halbiert die Fläche. Die Proportionen bleiben annähernd gleich; die Millimetermaße sind gerundet.

Mehr über Skalierung →

Wie viele passen auf den Bogen?

Ein regelmäßiges Raster ohne Beschnittzugabe. Das Werkzeug dreht alle Karten gemeinsam, nicht einzeln.

Zwei Skalierungen können sich aufheben

Ein Kasten mit 80 Millimetern Breite wird im Entwurf auf 125 Prozent vergrößert. Er ist danach 100 Millimeter breit. Wird dieser Entwurf beim Drucken nochmals auf 80 Prozent verkleinert, landen wieder 80 Millimeter auf dem Papier. Beide Einstellungen beeinflussen das Ergebnis.

Notiere deshalb getrennt, welche Größe die Datei enthält und welche Skalierung der Druckdialog anwendet. Wenn beide Schritte tatsächlich gleichmäßig skalieren, multiplizieren sich ihre Faktoren. Prüfe die Ausgabe zusätzlich mit einer Messstrecke. Die rechnerisch erwartete Größe bestätigt noch nicht, dass genau diese Einstellungen verwendet wurden.

Beispiel: Ein Rechteck von 80 mal 50 Millimetern wird zunächst 100 mal 62,5 Millimeter groß. Nach der zweiten Skalierung entstehen wieder 80 mal 50 Millimeter: 1,25 mal 0,8 ergibt eins.

Selbst prüfen: Was wird aus einer 120 Millimeter langen Linie bei zwei Verkleinerungen auf jeweils 50 Prozent? Erst 60, dann 30 Millimeter; zusammen sind das 25 Prozent.

A4 und A3: gleiche Proportion, etwa 141,4 Prozent Kantenlänge und doppelte Fläche.

Zwischen zwei Karten liegt nur ein Abstand

Auf einem 210 Millimeter breiten Blatt reservierst du links und rechts jeweils 12 Millimeter. Damit bleiben 186 Millimeter für eine Kartenreihe. Zwei Karten brauchen ihre beiden Breiten und einen Zwischenraum. Die äußeren Ränder hast du bereits abgezogen; rechne sie innerhalb der Reihe nicht noch einmal hinzu.

Zeichne die Reihe von links nach rechts und beschrifte jede Strecke. So siehst du, ob ein Rest zur Kartenbreite, zum Zwischenraum oder zum äußeren Rand gehört. Vergleiche das Raster anschließend mit der bedruckbaren Fläche und den Vorgaben deines Druckauftrags.

Beispiel: Zwei Karten mit jeweils 85 Millimetern Breite und 6 Millimeter Zwischenraum benötigen 176 Millimeter. Von den verfügbaren 186 Millimetern bleiben zehn übrig; das Raster passt rechnerisch in die Breite.

Selbst prüfen: Wie breit dürfen zwei gleich große Karten bei unverändertem Zwischenraum höchstens sein? 186 minus 6, geteilt durch zwei, ergibt 90 Millimeter je Karte.

Prüfe ein kleines Heft mit Seitenpaaren

Drei ineinandergelegte, jeweils mittig gefaltete Blätter ergeben zwölf Seitenflächen. Nummeriere ein Papiermuster in Lesereihenfolge und öffne anschließend die Blätter. Auf der äußeren Blattseite stehen zwölf und eins nebeneinander. Auf ihrer Rückseite stehen zwei und elf. Beide Summen sind dreizehn.

Diese Summe hilft beim Prüfen der Seitenpaare. Sie ersetzt nicht das Durchblättern: Auch ein richtiges Paar kann falsch ausgerichtet oder auf dem falschen Blatt liegen. Markiere deshalb oben auf jeder Seitenfläche und prüfe nach dem Falten, ob alle Zahlen aufrecht und in der richtigen Reihenfolge erscheinen.

Beispiel: Das mittlere Blatt trägt die Paare zehn und drei sowie vier und neun. Das innerste Blatt trägt acht und fünf sowie sechs und sieben. Jedes dieser Paare ergibt dreizehn.

Selbst prüfen: In diesem Muster steht neben Seite vier versehentlich Seite acht. Welche Zahl gehört dorthin? Neun, denn vier plus neun ergibt dreizehn. Prüfe danach auch die Ausrichtung.

Vier getrennte Prüfungen am Blatt
Format, Lage, Faltung und Maßstab beantworten unterschiedliche Fragen. Eine beschriftete Probe macht sichtbar, welche davon bereits stimmen und welche noch angepasst werden müssen.

Papier verstehen, bevor es in den Druck geht

Acht kurze Anleitungen für Formate, Faltungen und einfache Druckproben. Jede verbindet eine nachvollziehbare Rechnung mit einer Prüfung am Blatt.

Warum A-Formate beim Halbieren ähnlich bleibenEin A4-Blatt misst 210 mal 297 Millimeter. Die besondere Proportion erklärt, weshalb ein halbiertes Blatt wieder eine ähnliche Form erhält.Plane die Faltung zuerst mit einem leeren BlattEine einzige Faltung verändert Vorderseite, Rückseite und Öffnungsrichtung. Ein beschriftetes Papiermodell macht diese Beziehungen sichtbar, bevor du den Text setzt.Halte Formatkante und Inhaltsbereich auseinanderDer äußere Rand eines Formats ist nicht automatisch ein guter Platz für Text. Lege einen nachvollziehbaren Inhaltsbereich an und prüfe ihn.Ein Skalierungswert verändert beide KantenBei einer gleichmäßigen Skalierung gilt derselbe Faktor für Breite und Höhe. Die Fläche ändert sich deshalb anders als eine einzelne Kante.Prüfe die Heftfolge am MusterDie Lesereihenfolge eines Hefts unterscheidet sich von der Anordnung auf den offenen Blättern. Ein nummeriertes Muster verhindert vorschnelle Annahmen.Miss den Prototyp gezieltEine Druckprobe wird aussagekräftiger, wenn du schon vorher weißt, was du prüfen willst. Wähle wenige Maße mit klaren Bezugskanten.Wähle die Ausrichtung nach dem InhaltHochformat und Querformat tauschen Breite und Höhe. Die Papierfläche bleibt gleich, doch Zeilen, Spalten und Bildanordnung erhalten andere Grenzen.Prüfe hundert Prozent mit einer MessstreckeDie Einstellung für die Ausgabegröße soll zum Entwurf passen. Eine gedruckte Messstrecke zeigt, ob die gewünschte Länge tatsächlich auf dem Papier ankommt.